Kreisausschussmitglied Tobias Scherf und Hartmut Linnekugel informierten bei SU-Veranstaltung


Gute besuchte Veranstaltung der Senioren Union: links: Kreisausschussmitglied Tobias Scherf präsentiert mit Karl Bock den Stimmzettel zum Stadtparlament, 5 v.l. Lieselotte Kairies und Jutta Schwinger, Mitte rechts Bürgermeister Hartmut Linnekugel.

VOLKMARSEN. Beim Nachmittagskaffee der Senioren-Union der CDU Volkmarsen begrüßten die Organisatorinnen Jutta Schwinger und Lieselotte Kairies Bürgermeister Hartmut Linnekugel und Tobias Scherf, der Mitglied des Kreisausschusses im obersten Verwaltungsorgan des Landkreises Waldeck-Frankenberg ist.

Tobias Scherf informierte über Politischen Aschermittwoch der CDU Volkmarsen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 29. Februar in der Nordhessenhalle und die erforderlichen Sicherheitsvorgaben. In Zusammenarbeit mit Kreis, Stadt und Ordnungsbehörden wurde ein Bestuhlungsplan für 2.300 Besucher erarbeitet und eine Anmeldeprozedere mit namentlichen Einlasskarten entwickelt, damit die Sicherheit für alle Besucher gewährleistet ist. Zudem informierte Scherf bei Kaffee und Kuchen über die Kommunalwahl am 6. März, insbesondere wie man einfach und problemlos die großen Stimmzettel für das Stadtparlament und den Kreistag ausfüllen kann.

Auch der Flüchtlingszustrom in Volkmarsen wurde diskutiert. Bürgermeister Linnekugel und Tobias Scherf berichteten, dass in Hessen bisher ca. 80.000 Flüchtlinge aufgenommen wurden, 80% davon aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Auch die Zahlen der Rückführung nicht anerkannter Asylbewerber seien gestiegen. Im Kreis Waldeck-Frankenberg erfolgt eine wöchentliche Zuweisung von 80 – 120 Personen, davon leben 1/3 in Gemeinschaftsunterkünften und 2/3 in Wohnungen. Der Anteil der allein reisenden männlichen Personen hat sich von zuerst 80% auf jetzt 50% verringert.

Die Kreisverwaltung in Korbach hat inzwischen mit vier halben Stellen eine Koordinierungsstelle geschaffen, die sich um die Verteilung der Flüchtlinge im Kreis kümmert. Die Zuweisungen erfolgen nach einem Verteilungsschlüssel, dem u.a. die jeweiligen Einwohnerzahlen der Orte zugrunde liegen.

Hoch erfreut zeigten sich Bürgermeister Hartmut Linnekugel und Tobias Scherf über das ehrenamtliche Engagement der großen Zahl der Flüchtlingshelfer, die in Volkmarsen derzeit 135 Personen als Paten betreuen. Beide betonten, dass es ohne die Unterstützung durch den Helferkreis keine so reibungslose Eingliederung der Flüchtlinge in Volkmarsen gegeben hätte und geben würde. Behördenwege, Arztbesuche und vieles mehr werden von den Helfern begleitet.

Bis zum 31. März 2016 werden, so der Bürgermeister, noch weitere 30 Flüchtlinge erwartet. Für die Unterbringung, so Bürgermeister Linnekugel, steht noch Wohnraum in Volkmarsen sowie in den Stadtteilen zur Verfügung. Die Mietkonditionen bewegen sich im akzeptablen Rahmen im Gegensatz zu größeren Städten wie Kassel oder auch Frankfurt. Dort ist der Wohnraum bereits knapp und die Mieten entsprechend hoch. Einer der 3 unterhalb der Kugelsburg als Reserve vorgesehenen Mobil Homes wurde inzwischen kostengünstig in Betriebsbereitschaft gesetzt und kann bei Bedarf genutzt werden.

Auch die Kindergärten in Volkmarsen seien durch die hinzukommenden Flüchtlingskinder gut ausgelastet. Gerade die Einbindung und Integration von Kindern sei ein wichtiger Schlüssel für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen, so Linnekugel. Bei der Stadtverwaltung Volkmarsen sind derzeit 2 – 2,5 Kräfte mit der Flüchtlingsabwicklung beschäftigt, die zusammen mit dem Flüchtlingshelferkreis die Unterbringung koordinieren.

Wichtige Säulen der Integration seien das Erlernen der deutschen Sprache, Einbindung in die Volkmarser Freizeiteinrichtungen und Arbeitsmöglichkeiten schaffen. So kann Volkmarsen für viele Flüchtlinge eine neue Heimat sein und ein intaktes Miteinander bieten.

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Martin Roth